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Das Ausbildungsprogramm

Das EU-Parlament fördert ein Ausbildungsprogramm für Nachwuchsjournalist*innen. Es ist nach dem ehemaligen EU-Parlamentspräsidenten und Journalisten David Sassoli benannt. Zwei Module sind Teil des David-Sassoli-Ausbildungsprogramms. Im ersten Modul absolvierst du einen dreitägigen Workshop zu EU-Berichterstattung im Herzen des Ruhrgebiets in Essen und produzierst im Anschluss Beiträge für das Medienhaus, für das du arbeitest (fest oder frei). 20 Plätze werden vergeben. Um einen Platz zu bekommen, durchläufst du ein Bewerbungsverfahren. Die Bewerbungsphase ist bereits gestartet, du kannst dich hier noch bis zum 01.03.2023 bewerben.

Zum zweiten Modul werden ausgewählte Teilnehmer*innen nach Brüssel oder Straßburg eingeladen. Die Urheber*innen der sieben besten Medienbeiträge, die im ersten Modul entstanden sind, nehmen teil. Vor Ort erhältst du spannende Einblicke in den EU-Politikbetrieb. 

 

Hinweis:
Aufgrund von Detailabstimmungen mit der EU kann es zu geringfügigen Änderungen kommen.

 

1. Modul: 3-tägiges Seminar in Essen

EU und Journalismus: Bedeutung, Strukturen und Herausforderungen

In dieser Fortbildung erlangst Du Grundwissen zur politischen Arbeit auf europäischer Ebene. Du beschäftigst dich mit den europäischen Institutionen, lernst die aktuellen Themen der Europapolitik kennen und setzt dich mit den Entscheidungsprozessen in der Europäischen Union auseinander. Dabei liegt der Fokus immer auf der Frage, wie Du das erlernte Wissen im journalistischen Alltag einsetzen kannst. 

1. Tag - 3. April 2023

9.00 Uhr

Begrüßung, Kennenlernen und Überblick über den Workshop (Team von ProContent, Prof. Jürgen Neyer, European University Viadrina und Marion Trimborn, Journalistin und ehem. EU-Korrespondentin

  • Eigene Bezüge zum Thema EU

  • Vorstellung der Referenten 

9.30 Uhr

Eine Vision wird Wirklichkeit: Die Entstehung der EU (Prof. Jürgen Neyer)

  • Geschichte der EU: Von der Idee eines friedlichen Europas über wirtschaftliche Zusammenarbeit bis hin zu offenen Grenzen

  • Die wichtigsten Ereignisse

  • Pioniere der EU

10.00 Uhr

Zwischen Machtkampf und Kooperation: Die Institutionen der EU (Prof. Jürgen Neyer)

  • Kurzer Überblick: Die Aufgaben und Zuständigkeiten von EU-Kommission, EU-Parlament, Europäischer Rat und Rat der Europäischen Union, Europäischer Gerichtshof, Europäische Zentralbank, Europäischer Rechnungshof

  • Die Zusammenarbeit von EU-Kommission, EU-Parlament und Europäischem Rat

  • Chancen und Grenzen des Handlungsspielraums

10.30 Uhr 

Die Arbeit des EU-Parlaments im Detail (Prof. Jürgen Neyer)

  • Parteien und Fraktionen

  • Die Arbeit der Ausschüsse

  • Die Rolle der Berichterstatter und Schattenberichterstatter

  • Lernziel: Tiefes Verständnis der Arbeit des Parlaments

11.00 Uhr 

Moderierte Kleingruppenarbeit (Prof. Jürgen Neyer)

  • Erarbeitung von politikfeldspezifischen Herausforderungen und Handlungsoptionen in den Bereichen Migration, Sicherheit, Binnenmarkt, Außenpolitik

  • Lernziel: Eigene Auseinandersetzung mit EU-Politik und Einarbeitung in die Thematik

12.00 Uhr 

Besprechung der Ergebnisse der Kleingruppenarbeit

12.30 Uhr 

EU-Berichterstattung I (Marion Trimborn)

  • Die Arbeit von EU-Kommission, EU-Parlament und Europäischem Rat aus journalistischer Perspektive

  • Lobbyismus in der EU

  • Die Herausforderung Aufmerksamt für EU-Themen zu wecken

  • Lernziel: Erster Transfer für die eigene Arbeit

13.00 Uhr 

Mittagspause 

14.00 Uhr 

Die Arbeit des Parlaments / Angebote und Services der EU-Pressestelle für Journalist*innen (N.N., Pressestelle Europäisches Parlament, Generaldirektion Kommunikation, Verbindungsbüro in Deutschland, Berlin)

15.00 Uhr 

Der legislative Prozess auf europäischer Ebene (Prof. Jürgen Neyer)

  • Wie entstehen Gesetze auf EU-Ebene?

  • Was ist der Unterschied zwischen Richtlinien und Verordnungen?

  • Lernziel: Verständnis für die Herausforderung, Gesetze auf EU-Ebene zu beschließen sowie der Auswirkungen für die Mitgliedsstaaten

15.30 Uhr 

Planspiel (Prof. Jürgen Neyer und Marion Trimborn)

  • Teilnehmer*innen bearbeiten eine Herausforderung im Rahmen des Mitentscheidungsverfahrens der EU und nehmen hierzu die Rolle europäischer Institutionen und verschiedener Interessengruppen ein.

  • Lernziel: Vertieftes Verständnis der Funktionsweise des legislativen Prozesses sowie des Handlungsspielraums verschiedener Akteure.

17.30 Uhr 

Auswertung des Planspiels und Identifizierung zentraler Take aways

17.45 Uhr 

Offene Fragen und Feedback zum 1. Seminartag

18.00 Uhr 

Ende Tag 1

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2. Tag - 4. April 2023

9.00 Uhr

Begrüßung und Einstieg in Tag 2

  • Was hat mich gestern besonders beeindruckt?

9.15 Uhr

EU heute und morgen (Martin Schulz, ehem. EU-Parlamentspräsident)

  • Europäische Werte: Wofür steht die EU?

  • Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union

  • Herausforderungen für die EU: Woran droht die Staatengemeinschaft zu zerbrechen?

  • EU-Erweiterung: Wer ist wann beigetreten und wer möchte zukünftig Teil der EU werden?

  • Die Konferenz zur Zukunft Europas und Ergebnisse daraus: Was muss sich ändern?

  • Lernziel: Verständnis für die Werte der EU

10.15 Uhr

Die Europa-Wahlen 2024 (Marion Trimborn)

  • Der Wahlprozess: Wie laufen EU-Wahlen ab? Unterschiede zu Bundes- und Landtagswahlen

  • Historische Rahmendaten: Das Parlament wird erst seit 1993 gewählt

  • Das Spitzenkandidaten-Prinzip und der Vorwurf des Demokratiedefizits

  • Der sozio-politische Kontext der Wahl

  • Die Rolle der Medien

  • Lernziel: Sensibilisierung für die Bedeutung der Wahl 2024

11.15 Uhr

Podiumsdiskussion: Quo vadis EU? Wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg die EU verändern (Martin Schulz, Nicola Beer und weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft)

  • Wie haben die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine die EU verändert?

  • Wohin wird sich die EU entwickeln?

  • Lernziel: Kennenlernen verschiedener Perspektiven und Meinungen, Anregungen für die eigene Berichterstattung

12.30 Uhr

Auswertung der Podiumsdiskussion 

13.00 Uhr

Mittagspause

14.00 Uhr

EU-Berichterstattung II (Marion Trimborn und Mentor*innen: Christina Höwelhans, Detlef Drewes, Amelie Fröhlich, Julia Küppers)

  • Journalistische Arbeitsfelder zu EU-Politik: EU-Korrespondent*innen verschiedener Mediengattung, Politik-Redakteur*innen, Nachrichtenagenturen und Co

  • Die Mentor*innen, die im weiteren Verlauf des Seminars die Kleingruppen betreuen, stellen sich und ihre Arbeit vor

  • Lernziel: Kennenlernen möglicher Arbeitsfelder für die weitere berufliche Laufbahn

14.30 Uhr

Recherche und Themenfindung (Marion Trimborn und Mentor*innen)

  • Über EU-Themen auf überregionaler Ebene berichten

  • Über EU-Themen auf lokaler Ebene berichten

  • Analyse und Diskussion von Beispielen

  • Das Risiko von Manipulation und die Bedeutung von Faktenchecks

  • Wer sind Ansprechpartner*innen?

  • Welche Recherchemöglichkeiten haben Journalist*innen?

  • Lernziel: Handfeste Tipps für die EU-Berichterstattung

15.30 Uhr

Erarbeitung eines eigenen Themas 

  • Die Gruppe aus 20 Teilnehmer*innen wir je nach Mediengattung in Kleingruppen eingeteilt. Kleingruppen sind: Print/Online, Hörfunk, TV und Social Media

  • In der Kleingruppe brainstormen die Teilnehmer*innen gemeinsam mit dem/der Mentor*in mögliche Themen. Sie formulieren eine Arbeitshypothese und beginnen mit der ersten Recherche

  • Lernziel: Transfer des bisher Gelernten

17.45 Uhr

Auswertung von Tag 2 und Ausblick auf Tag 3

18.00 Uhr

Ende Tag 2

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3. Tag - 5. April 2023

9.00 Uhr

Einstieg in Tag 3

  • Kurze Berichte über den Stand der Recherchen und des Themas

Produktion von Beiträgen zu EU-Themen, Teil 1:

  • Erste Ausarbeitung der Themen mit Unterstützung der Mentor*innen

10.30 Uhr

Produktion von Beiträgen zu EU-Themen Teil 2 

  • Interview-Termine mit EU-Abgeordneten und weiteren Personen

Anschließend:

Produktion von Beiträgen zu EU-Themen, Teil 3:

  • Die Gruppen Print/Online, Hörfunk, TV und und Social Media produzieren ihre Themen

  • Parallele Betreuung durch die Mentor*innen

Zusätzliche technische Unterstützung, z.B. durch Kameramann/frau und Hörfunktechniker*in

13.00 Uhr

Mittagspause 

14.00 Uhr

Fortsetzung der Produktion in Arbeitsgruppen

15.30 Uhr

Abschlusspräsentation im Plenum

Kurzberichte aus den Arbeitsgruppen

  • Berichte zum Stand der Produktionen

  • Sichtung der Ergebnisse und Auswertung mit Feedback durch die Gruppe und die Trainer*in/Mentor*innen

  • Wie können die Produktionen ggf. noch fertiggestellt werden?

  • Wo sollen die Produktionen veröffentlicht werden?

16.45 Uhr

Kursauswertung und Ausblick

  • Feedback der Teilnehmer*innen und Referent*innen

  • Wie geht es für mich weiter mit dem Thema „EU“?

  • Info zur Auswahl für Modul in Brüssel

17.00 Uhr

Ende der Fortbildung und Verabschiedung​

Referent*innen

Erfahrene Journalist*innen und Expert*innen zu EU-Themen gestalten das Seminarprogramm inhaltlich

Kosten

Durch die Förderung des EU-Parlaments ist die Teilnahme an dem Ausbildungsprogramm für dich kostenlos. Auch die Kosten für deine Anreise zum Seminarort und die Übernachtung während der Fortbildung werden übernommen. Wir unterstützen dich auch gerne bei der Organisation und buchen für das erste Modul ein Hotelzimmer in einem unserer Partnerhotels.

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